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ÜBER DT

Über die Band und die Künstler

 

 

Eine Kurzbiographie

von Elmar Klemm.

Schwermütig bauen sich im Dark Territory die Sound-Szenarien auf, wechseln sich Sprachexperimente mit beschwörender Mystik ab und schmeicheln dichte Melodien dem Ohr anspruchsvoller Konsumenten. Tatsächlich lässt "Libera Me" nur eine Frage offen: Wovon sollte man sich hier befreien lassen wollen?

Wer sind die Herren dieses dunklen Landes - jenes Dark Territory - das sich in selten gehörter musikalischer Weite erstreckt?

 

 

Tatsächlich haben sich die beiden holländischen Musiker und Produzenten John und Jamez bislang u. a. als Lemonsoul mit Housemusic hervorgetan. Jamez Karriere reicht sogar noch weiter zurück. Im Laufe von mehr als zehn Jahren hat er an über 100 Veröffentlichungen mitgewirkt. John dagegen schöpft als Texter, Sänger und Komponist seine Energie lieber aus den Stimmungen seiner Umwelt.

Das Resultat sind Grenzgänge, die beide Musiker zur Gründung von Dark Territory motiviert haben. Hier lassen Sie ihren Gefühlen freien Lauf und verwandeln dunkle Gedanken in Sounds, die den Hörer mal frösteln lassen, mal zum ekstatischen Tanz auffordern. Eine Befreiung in vielerlei Hinsicht also.

 

Mehr Infos über die
Künstler findest du
hier.

Und Bilder sind hier verfügbar.

 

Landschaftsmalerei in Moll

Dark Territory ist anders, als der vertraute Underground. In einem ätherischen Geflecht der Atmosphären treffen sinistrer Ethno und elektronische Beats aufeinander. Die Stimmungen zwischen den Stücken wechseln hier ebenso häufig wie deren Sprachen. Da begleitet man mal Dante und Vergil bei ihrem Abstieg ins Fegefeuer der Göttlichen Komödie ("Ptolomea") bevor auf Latein eine katholische Begräbnismesse angestimmt wird ("Deliver Me").

Experimentierfreude wird bei den beiden Klangkonstrukteuren zur Maxime. Sie offenbart sich etwa im zweiteiligen "Creator", dem sakral anmutenden "DarkFlower" oder "Kalandare", das die Magie der frühen Dead Can Dance aufzugreifen scheint. Ein Vergleich der sich auch bei "Vrijdag" (Freitag) und "Ankesuei" ziehen lässt.

Die verbale und rhythmische Improvisationsarbeit dieser Stücke erzeugt eine Art rituelle Trance. Man schliesst die Augen und wird urplötzlich über eine weite Ebene gewirbelt. Dort erblickt man heidnische Kultplätze genauso wie Turntables, mittelalterliche Marktplätze und stählerne Industriegerippe. Es ist ein seltsames Land, über das wir hier fliegen. Und es ist ein düsteres... a Dark Territory.

 

Höre dir die Samples
aller Tracks in der
Platten-Sektion an.

       

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